Ausgabe Nr. 2/2022 (Ausbaustrecke Rotenburg–Verden: Einstieg in die nächste Planungsphase) lesen.

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Ashausen–Uelzen Süd

Ziel der geplanten Maßnahmen

Ziel der Planungen ist es, eine staufreie, pünktliche und zukunftsfähige Lösung zu finden, welche zudem umweltfachlich vorzugswürdig und raumordnerisch darstellbar ist. Grundlage hierfür sind das Bundesschienenwegeausbaugesetz und die nachgelagerten Formulierungen im Projektinformationssystem (PRINS) zum Bundesverkehrswegeplan 2030.

Die Planungsabschnitte

  • Ashausen–Lüneburg

  • Lüneburg–Uelzen Süd

Aktueller Planungsstand

Projektvorbereitung

Planung

Ausführungsvorbereitung

Ausführung

Projektabschluss

Die Vorplanungen im Abschnitt Hamburg–Hannover schreiten voran: Im Rahmen einer umweltfachlichen und raumordnerischen Sensitivitätsbetrachtung hat die DB eine Raumwiderstandsanalyse durchgeführt. Ziel war es, grundsätzlich geeignete Korridore für eine Aus- oder Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover zu finden, die aus raumordnerischer und umweltfachlicher Sicht in Frage kommen. Die dafür ausschlaggebenden Raumwiderstände sind in der interaktiven Korridorkarte dargestellt. Am Ende haben sich aus der durchgeführten Raumwiderstandsanalyse unterschiedliche Grobkorridore ergeben.

Die Ergebnisse der Vorplanungen im Streckenabschnitt Hamburg–Hannover werden nach Fertigstellung in einer Bewertungsmatrix gegenübergestellt. Der zugrundeliegende Kriterienkatalog wird auf Basis der Ergebnisse der Vorplanungen befüllt und enthält rund 350 Kriterien.

Vorplanungsergebnisse ab Ende 2022 erwartet

Aktuell untersucht und plant die DB im Rahmen der gesetzlichen Vorplanung ergebnisoffen verschiedene Varianten in voneinander unabhängigen Grobkorridoren. Die Varianten werden anhand einer Vielzahl von Kriterien gegenübergestellt. Dazu zählen zum Beispiel Auswirkungen auf Raum und Umwelt sowie verkehrliche und technische Aspekte. Ohne dabei die künftigen Transport- und Mobilitätsbedürfnisse aus den Augen zu verlieren – die Planerinnen und Planer denken also heute schon an übermorgen. Diese ausführliche Betrachtung und Gegenüberstellung schafft die Grundlage für eine parlamentarische Befassung zu einer Vorzugsvariante. Die Vorplanungen werden voraussichtlich Ende 2022 abgeschlossen sein.

Aktuell

  • Parallele Vorplanungen in bestandsnahen und bestandsfernen Grobkorridoren
  • Weiterführung gemeinsamer Termine mit Landkreisen, Gemeinden und Straßenbaulastträgern

Abgeschlossen

  • Umweltfachliche und raumordnerische Sensitivitätsbetrachtung der relevanten Schutzgüter Mensch, Natur und Umwelt, zur Findung von machbaren Trassenkorridoren
  • Fertigstellung des Berichts zur Sensitivitätsbetrachtung und Information der Öffentlichkeit durch digitalen Infomarkt
  • „Gläserne Werkstatt“ zu Betrachtungen und Darstellungen der Vieregg-Rössler Konzeptionen

Ergebnisse der Raumwiderstandsanalyse

Die Vorplanung schreitet voran und hat inzwischen einen guten Stand erreicht – mit dem Ziel, Korridore in Bereichen mit möglichst geringen Raumwiderständen zu finden. Die Planerinnen und Planer haben im Rahmen einer umweltfachlichen und raumordnerischen Sensitivitätsbetrachtung zunächst den Untersuchungsraum sinnvoll eingegrenzt.

Im Weiteren wird geschaut, wo es grundsätzlich Möglichkeiten für eine Eisenbahntrasse gäbe. Zunächst werden die zur Auswahl stehenden Möglichkeiten – zum Schutz von Mensch, Raum und Umwelt – mit der notwendigen Sorgfalt geprüft. Das Ergebnis dieser Raumwiderstandsanalyse sind die Grobkorridore.

Sensitivitätsbetrachtung

Sensitivitätsbetrachtung im Bereich Ashausen–Lüneburg–Uelzen–Celle

Im August 2018 haben die Planungen zur Sensitivitätsbetrachtung im Bereich Ashausen–Lüneburg–Uelzen–Celle begonnen. Die Betrachtungen erfolgen auf Basis der Planfeststellungsrichtlinien des Eisenbahn-Bundesamtes und sollen einen planungsrechtlich vorzugswürdigen Trassenkorridor ermitteln.

Zu prüfen sind alle ernsthaft in Betracht kommenden Alternativlösungen hinsichtlich ihrer raumordnerischen Vorzugswürdigkeit sowie ihrer Eignung und möglichen Auswirkungen auf die Schutzgüter Mensch, Natur und Umwelt. Das heißt, dass aus planrechtlichen Gründen auch Varianten außerhalb des BVWP-Korridors betrachtet werden müssen, sofern sich diese auf Basis der oben genannten Parameter möglicherweise als vorzugswürdig erweisen könnten. Dies steht jedoch nicht im planerischen Fokus. Denn klares Ziel ist es, eine Variante im BVWP-Korridor als vorzugswürdig zu bestätigen.

Die Planer der Sensitivitätsbetrachtung im Bereich Ashausen–Lüneburg–Uelzen–Celle gehen daher gedanklich „von innen nach außen“ vor, um diese Bestätigung durch Ausschluss anderer etwaiger Alternativen planrechtlich sauber herleiten zu können. Die sich aufdrängenden Varianten bewerten sie dann entlang eines Kriterienkataloges. Dieser bezieht sowohl die Kriterien des 2015 durchgeführten „Dialogforums Schiene Nord“ (DSN) mit ein, als auch die raumordnerischen Kriterien zur Findung einer rechtssicheren Lösung. Das Ziel: Die Minimierung von Betroffenheiten im Sinne des Planrechts.

Sensitivitätsbetrachtung leicht erklärt
Einfach erklärt: Korridorfindung im Rahmen der Sensitivitätsbetrachtung zwischen Hamburg und Hannover (Oktober 2021)2,7 MiB Herunterladen
Raumwiderstandsanalyse (RWA) – Vorbereitende Planungsraumanalyse
Sensitivitätsbetrachtung: Raumwiderstandsanalyse zwischen Hamburg und Hannover (Oktober 2021)14,8 MiB Herunterladen

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