Die Verlagerung von Güter- und Personenverkehr von der Straße auf die Schiene entlastet das Straßennetz und reduziert den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids.

Weniger Straßenverkehr, sauberere Luft

Die Maßnahmen des Bahnprojekts Hamburg/Bremen–Hannover führen zu einer erheblichen Kapazitätssteigerung und unterstützen dadurch die Verlagerung des Personen- und Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Die Folge: weniger Verkehr auf den Straßen und weniger Stau.

Darüber hinaus hat die Verkehrsverlagerung auch positive Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Rund 58.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr können so eingespart werden (Quelle: BVWP 2030 / PRINS). Weitere Emissionen – wie Stickoxide, Kohlenmonoxid oder Feinstaub – sinken dadurch ebenfalls spürbar.

Die Reduktion des Kohlendioxids entspricht dem verkehrspolitischen Ziel nach mehr Klimaschutz im Verkehrssektor.

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Dank der Aus- und Neubaumaßnahmen erhalten Anwohnende Anspruch auf Schallschutz, der ohne das Projekt nicht realisierbar wäre. So wird es in weiten Teilen spürbar leiser.

Nur eine leise Schiene ist eine starke Schiene

Das Bahnprojekt Hamburg/Bremen–Hannover bringt für die Anwohnerinnen und Anwohner eine deutliche Entlastung vom Schienenverkehrslärm. Denn im Falle eines Streckenausbaus sehen die gesetzlichen Bestimmungen Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen im Rahmen der sogenannten Lärmvorsorge vor. Grundlage bildet dabei das Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG).

Konkret heißt das: Durch das Projekt erhalten die Betroffenen an den Strecken Schallschutz, der ohne den Ausbau so nicht realisierbar wäre. Gezielte Maßnahmen zur Lärmvorsorge sind ein wichtiger Aspekt der Projektplanung und fester Bestandteil der Planfeststellungsverfahren.

Ein weiterer lärmrelevanter Aspekt ergibt sich aus der Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene: Das Verkehrsaufkommen sowie die Schallbelästigung entlang der Autobahnen, Bundes- und Landstraßen reduziert sich.

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Die Vorteile für die Region und das Bahnnetz liegen auf der Hand: Fahrgäste profitieren von schnelleren Reisezeiten, höherer Pünktlichkeit und verbessertem Reiseangebot.

Schneller, pünktlicher, zuverlässiger: ein besseres Reiseangebot

Das Bahnprojekt Hamburg/Bremen–Hannover beeinflusst die Transportzeiten- und -kapazitäten im Güterverkehr positiv. Aber auch für Bahnreisende ergeben sich qualitative Verbesserungen. Vor allem die Verkehrsknoten Hamburg, Bremen und Hannover werden entlastet.

Durch die Erhöhung der maximalen Geschwindigkeit auf bis zu 250 Kilometer pro Stunde verkürzt sich die Reisezeit im Fernverkehr deutlich – zwischen Hamburg und Hannover sparen Reisende 11 Minuten.

Positiv wirkt sich das Projekt auch auf die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit aus. Denn die Kapazitätserweiterung sichert einen reibungsloseren und pünktlicheren Betrieb. Im gesamten norddeutschen Raum verbessert das Projekt zudem die betriebliche Flexibilität, um auf Störungen des Bahnbetriebs zu reagieren.

Der Ausbau der Strecken ermöglicht in Teilbereichen das Entmischen von schnellen und langsamen Verkehren. Zusammen mit der Kapazitätserweiterung eröffnet dies größere Gestaltungsmöglichkeiten bei den Fahrplänen. Davon profitiert insbesondere der Nahverkehr.