Foto: DB AG/Pablo Castagnola

Nur einer leisen Bahn gehört die Zukunft

Bei Neu- und Ausbauprojekten ist der Schallschutz an der Strecke eine wesentliche Komponente. Mittels aktiver und passiver Schallschutzmaßnahmen werden die Anwohner vor dem Schienenverkehrslärm geschützt. Aktive Maßnahmen bekämpfen den Lärm direkt dort, wo er entsteht: an der Strecke, beispielsweise in Form von Schallschutzwänden oder -wällen. Zu passiven Schutzvorkehrungen zählen Maßnahmen, die am Gebäude umgesetzt werden wie Schallschutzfenster und schalldämmende Lüfter.

Im Jahr 2020 wurden im Rahmen der Lärmvorsorge bundesweit 18 Kilometer Schallschutzwände gebaut und 1.173 Wohnungen mit passiven Maßnahmen versehen.

Lärmschutzbericht

Lärmschutzbericht 2020 der Deutschen Bahn

Das Thema Schallschutz hat bei der Bahn eine hohe Priorität. Das ambitionierte Ziel: Bis Ende 2020 sollte der Schienenverkehrslärm bundesweit um 50 Prozent im Vergleich zu den Werten des Jahres 2000 reduziert werden. Pünktlich zum Jahresende 2020 hat die Deutsche Bahn das Ziel erreicht. Dafür setzte sie auf ein übergreifendes Gesamtkonzept, das Maßnahmen am Streckennetz und an der Fahrzeugflotte beinhaltete. Die schallmindernden Maßnahmen an den Fahrzeugen bekämpfen den Lärm direkt an der Quelle. Die Umrüstung der Bestandsgüterwagen auf die lärmarmen Verbundstoffbremssohlen – die sogenannte „Flüsterbremse“ – nahm dabei einen zentralen Stellenwert ein.

Schienenverkehrslärm hat unterschiedliche Ursachen. Die wichtigste Quelle ist der Rad-Schiene-Kontakt. Das Rollgeräusch von Güterwagen ist dabei besonders ausgeprägt. Grund: Diese Wagen werden, sofern sie noch nicht auf leise Bremssohlen umgerüstet oder neu mit leisen Bremssohlen beschafft sind, mit Bremsklötzen aus Grauguss gebremst, die auf die Lauffläche drücken. Bei den Bremsvorgängen wird dadurch im Laufe der Zeit die Radlauffläche aufgeraut. Als Folge entsteht beim Rollen Lärm. Die Lösung: Glattes Rad auf glatter Schiene.

Getrieben von den Eisenbahnen hat die Industrie Verbundstoffbremssohlen entwickelt. Derzeit sind zwei Typen auf dem Markt: Die sogenannte Kompositsohle (K-Sohle) ist seit 2003 international zugelassen und wird vor allem in neuen Wagen verwendet. Ein weiterer Typ ist die „LL-Sohle“, die im Sommer 2013 europaweit zugelassen wurde und bei Bestandsgüterwagen eingebaut wird. Dabei steht die Bezeichnung „LL“ für „low noise, low friction“ – wenig Lärm, niedriger Abrieb. Beide Bremssohlen beugen der Verriffelung der Radlaufflächen vor. Rund 10 Dezibel weniger Lärm geht so vom vorbeifahrenden Zug aus. Dies entspricht einer Halbierung des wahrgenommenen Rollgeräusches.

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Ziel erreicht: Sämtliche DB-Güterwagen auf leisen Sohlen unterwegs

Pünktlich zum Jahresende 2020 hat die Deutsche Bahn ihre Güterwagenflotte vollständig mit sogenannten Flüsterbremsen ausgestattet.

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