Foto: Fotolia/gena96

Abkürzungen & Glossar

  • A
  • ABS

    Ausbaustrecke

  • APV

    Anpassungsvereinbarung

  • Auslastung

    Auslastung allgemein: Verhältnis zwischen der tatsächlichen Belastung und der Nennleistung

    Optimale Auslastung: Auslastung im Bereich zwischen etwa 80 % und 108 %, wird als optimal aufgefasst und gewährleistet eine optimale Betriebsqualität

    Hohe Auslastung: Auslastung zwischen 108 % und 115 %, bedeutet eine risikobehaftete Betriebsqualität

    Zu hohe Auslastung: Auslastung über 115 %, Betriebsqualität ist mangelhaft

    Geringe Auslastung: Auslastung unterhalb 80 %, gewährleistet eine Premiumqualität

  • AVP

    Antrags- und Verwendungsprüfung

  • B
  • BASt

    Betriebliche Aufgabenstellung

  • Bbf

    Betriebsbahnhof

  • Belegungszeit

    Zeit, in der ein Fahrwegabschnitt (also ein Blockabschnitt, eine Fahrstraße oder ein Fahrstraßenteil) von einer Zugfahrt beansprucht wird und daher für die Beanspruchung durch andere Fahrten gesperrt ist.
    Da ein Fahrwegabschnitt niemals durch mehrere Fahrten gleichzeitig beansprucht werden kann, dürfen sich die Sperrzeiten einander folgender Fahrten nicht überlappen.

  • Bemessung Eisenbahninfrastruktur

    Bemessungskriterium: Bei der zu erwartenden Belastung der Infrastruktur soll eine wirtschaftlich-optimale Betriebsqualität gewährleistet sein.

  • Betriebsprogramm

    Beschreibung, welche Zugfahrten, mit welchen Eigenschaften, in welchem zeitlichen Gefüge auf der Eisenbahninfrastruktur entweder derzeit stattfinden oder künftig erwartungsgemäß stattfinden werden. Eingangsgröße für die Ermittlung von → Betriebsqualität und → Leistungsfähigkeit

    Betriebsprogramm Inhalte:

    - Eigenschaften der verkehrenden Züge (etwa Geschwindigkeit, Fahrdynamik, Laufweg, Verkehrshalte),
    - Anzahl der Züge mit bestimmten Eigenschaften und deren tageszeitliche Verteilung,
    - Zeitliches Gefüge der Züge, also die jeweiligen Anteile bestimmter Zugfolgefälle

  • Betriebsqualität

    Wird anhand der zu erwartenden außerplanmäßigen Wartezeiten bemessen. Je weniger Wartezeiten, desto besser die Betriebsqualität.

    Einflussgrößen: Verfügbare Infrastruktur, Belastung der Strecke

    Qualitätsstufen: Premiumqualität, wirtschaftlich-optimale Qualität, risikobehaftete und mangelhafte Qualität, siehe auch → Auslastung

  • Bf

    Bahnhof

  • Bft

    Bahnhofsteil

  • BImSchG

    Bundes-Immissionsschutzgesetz

  • BMVI

    Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

  • BSWAG

    Bundesschienenwegeausbaugesetz

  • BüG

    Besonders überwachtes Gleis

  • BVWP

    Bundesverkehrswegeplan

  • D
  • dB(A)

    Dezibel (A); das A in Klammern steht für einen vorgeschalteten Filter, der die Geräuschempfindlichkeit des menschlichen Gehörs nachbildet.

  • DSN

    Dialogforum "Schiene Nord"

  • E
  • EBA

    Eisenbahn-Bundesamt

  • EBO

    Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung

  • EBWU

    Eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchung;
    Untersuchung des Leistungsverhaltens und der → Leistungsfähigkeit der Eisenbahninfrastruktur. Ziel ist die Bemessung der Infrastruktur und/oder des Betriebsprogramms zur Gewährleistung einer wirtschaftlich-optimalen Betriebsqualität.

  • EKrG

    Eisenbahnkreuzungsgesetz

  • EP

    spezifischer Einheitspreis

  • ESTW

    Elektronisches Stellwerk

  • ETCS

    European Train Control System (Europäisches Zugbeeinflussungssystem)

  • EVB

    Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser

  • EW

    Einzelwagen

  • F
  • Fahrwegkapazität

    Kapazität eines einzelnen Elementes der Eisenbahninfrastruktur (eine Strecke, ein Fahrstraßenknoten oder eine Gleisgruppe)

  • FEU

    Forty-foot Equivalent Unit (Maßeinheit für das Fassungsvermögen von Frachtbehältnissen, entspricht einem 40-Fuß-ISO-Container)

  • FFH

    Flora-Fauna-Habitat

  • G
  • GZ

    Güterzug

  • H
  • HOAI

    Honorarordnung für Architekten und Ingenieure

  • Hp

    Haltepunkt

  • HVZ

    Hauptverkehrszeit

  • K
  • KKK

    Kostenkennwertekatalog

  • KV

    Kombinierter Verkehr

  • L
  • LBP

    Landschaftspflegerischer Begleitplan

  • Leistungsfähigkeit

    Kapazität der Eisenbahninfrastruktur, also die mögliche Anzahl von Zügen innerhalb einer bestimmten Zeit. Dabei werden Pufferzeiten zur Abmilderung und Vermeidung von Verspätungsübertragung berücksichtigt. Die Infrastruktur wird somit nicht bis zur physikalischen Grenze ausgelastet.

    Die Leistungsfähigkeit kann für ein bestimmtes Fahrplangefüge ausgewiesen werden (Fahrplanleistungsfähigkeit) oder fahrplanunabhängig und damit allgemeingültig für eine bestimmte Infrastruktur und ein bestimmtes Betriebsprogramm (infrastrukturbezogene Leistungsfähigkeit).

  • M
  • Mindestpufferzeit

    Pufferzeit, die bei der Fahrplankonstruktion – im Interesse der Betriebsqualität – mindestens vorgesehen werden muss. In der Regel beträgt die Mindestpufferzeit zwischen Zugfahrten eine Minute.

  • Mindestzugfolgezeit

    Zeitlicher Mindestabstand zwischen zwei einander folgenden Zugfahrten. Da sich die Sperrzeiten der Züge nicht überlappen dürfen, entspricht die Mindestzugfolgezeit der technisch kleinstmöglichen Zeit zwischen dem Beginn der Sperrzeiten zweier einander folgender Züge – je nach Untersuchungsgegenstand auf einem Streckenabschnitt oder innerhalb eines Fahrstraßenknotens. Die Fahrwegkapazität hängt maßgeblich von den auf dem jeweiligen Netzelement auftretenden Mindestzugfolgezeiten ab.

  • N
  • NBS

    Neubaustrecke

  • Nennleistung

    Zahl an Zügen auf einer Strecke oder in einem Fahrstraßenknoten, die zur Einhaltung wirtschaftlich-optimaler Betriebsqualität vertretbar ist und gefahren werden kann.

    Sie ist eine Größe der infrastrukturbezogenen → Leistungsfähigkeit und gilt unabhängig vom konkreten Fahrplan, das heißt, sie ist nur abhängig von der Infrastruktur, von der Stärke und Zusammensetzung des → Betriebsprogramms und vom Verspätungsniveau der Züge.

  • Netzkapazität

    Kapazität eines zusammenhängenden, aus mehreren Strecken (Kanten) und Knoten zusammengesetzten Eisenbahnnetzes.
    Die Erhöhung einer Streckenkapazität kann möglicherweise keinen Einfluss auf die Netzkapazität haben, wenn die angrenzenden Knoten mit einer deutlich geringeren Kapazität als Engpässe verbleiben.

  • NVZ

    Nebenverkehrszeit

  • P
  • Pbf

    Personenbahnhof

  • PF

    Planfall

  • PFV

    Planfeststellungsverfahren

  • Pufferzeit

    Differenz zwischen Mindestzugfolgezeit und tatsächlicher (planmäßiger) Zugfolgezeit. Die Pufferzeit entspricht der nicht genutzten Zeit zwischen zwei einander folgenden Fahrten und dient dazu, die Übertragung von Verspätung auf andere, pünktliche Züge zu vermeiden oder wenigstens zu vermindern. Solange die Verspätung eines vorausfahrenden Zuges kleiner ist als die Pufferzeit, wird keine Verspätung auf den nachfolgenden Zug übertragen.

  • Q
  • QF

    Qualitätsfaktor

  • R
  • Ril

    Richtlinie

  • RO-UVS

    Umweltverträglichkeitsstudie im Rahmen eines Raumordnungsverfahrens

  • ROV

    Raumordnungsverfahren

  • RVU

    Raumverträglichkeitsuntersuchung

  • S
  • SGV

    Schienengüterverkehr

  • Sperrzeit

    Zeit, in der ein Fahrwegabschnitt (also ein Blockabschnitt, eine Fahrstraße oder ein Fahrstraßenteil) von einer Zugfahrt beansprucht wird und daher für die Beanspruchung durch andere Fahrten gesperrt ist. Da ein Fahrwegabschnitt niemals durch mehrere Fahrten gleichzeitig beansprucht werden kann, dürfen sich die Sperrzeiten einander folgender Fahrten nicht überlappen.

  • SPFV

    Schienenpersonenfernverkehr

  • SPNV

    Schienenpersonennahverkehr bzw. Schienengebundener Personenverkehr

  • Straßenüberführung

  • SV

    Sammelfinanzierungsvereinbarung

  • T
  • TEU

    Twenty-foot Equivalent Unit (Maßeinheit für das Fassungsvermögen von Frachtbehältnissen, entspricht 20-Fuß-ISO-Container/Standardcontainer)

  • TöB

    Träger öffentlicher Belange

  • Ü
  • Übf

    Überholungsbahnhof

  • U
  • Ubf

    Umschlagbahnhof

  • UVP

    Umweltverträglichkeitsprüfung

  • UVPG

    Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung

  • UVS

    Umweltverträglichkeitsstudie

  • V
  • VASt

    Verkehrliche Aufgabenstellung

  • VDE

    Verkehrsprojekte Deutsche Einheit

  • W
  • Wartezeit

    Verlängerung der Fahrzeit oder Haltezeit eines Zuges, infolge der Behinderung durch eine andere Fahrt. Einarbeitung entweder bereits in den Fahrplan (planmäßige Wartezeiten, beispielsweise im Zuge einer fahrplangemäßen Überholung eines Güterzuges) oder Entstehung erst im Betriebsablauf (außerplanmäßige Wartezeiten).

    Höhe dieser Wartezeiten dient als Maß für die → Betriebsqualität – es gilt: je geringer die tatsächlich auftretenden außerplanmäßigen Wartezeiten, desto besser die Betriebsqualität.

  • Z
  • Zugfolgezeit

    Zeitlicher Abstand zwischen zwei einander folgenden Zugfahrten

Interaktive Karte

Ashausen–Lüneburg
Lüneburg–Uelzen
Uelzen–Celle
Celle–Hannover
Celle–Lehrte
Langwedel–Uelzen
Rotenburg–Verden
Verden–Nienburg
Nienburg–Minden
Nienburg–Wunstorf
Langwedel–Bremen-Sebaldsbrück und Bremen-Rbf–Bremen-Burg
Stubben–Bremerhaven-Speckenbüttel

Planung Großbauprojekte

Aktuelle Meldungen

Bürgerbeteiligung bei der ABS Rotenburg–Verden: Digital, interaktiv, persönlich, vor Ort

Projektteam der Ausbaustrecke Rotenburg–Verden stellt Ergebnisse der technischen Vorplanung zum zweigleisigen Ausbau der Stecke Rotenburg–Verden vor und beteiligt erstmals auch Anwohner an den Planungen.

Weiterlesen …

Aktuelles

Mediathek

Kontakt

Datenschutz

Impressum